Hypnosetherapie und Hypnose aus der Ostschweiz in Wil, St. Gallen.

Häufig gestellte Fragen zur Hypnosetherapie

Hier finden Sie eine Auflistung häufig gestellter Fragen zum Thema Hypnose. Wenn Sie die Antwort auf eine Frage in diesem Glossar nicht auffinden, können Sie gerne direkt in die Praxis anrufen oder eine Mail schreiben. Gerne beantworte ich Ihnen ungeklärte Fragen persönlich. Hier geht es zu Kontakt, Hypnose Wil, St. Gallen.

Was ist Hypnose und wie funktioniert sie?

Entgegen allen gängigen Hypnose-Klischees, die man aus dem Fernseher oder vom Hören-Sagen kennt, fällt die Realität wesentlich nüchternen aus. Am besten lässt sich der Zustand der Hypnose als eine Mischung von Konzentration und Entspannung beschreiben. In einem entspannten Zustand ist das Unterbewusstsein besser ansprechbar und geistige Programme lassen sich zielorientierter verändern. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass sich die Hirnaktivität in der Hypnose vom rational-bewussten Denken im Frontalhirn zum emotional-unbewussten Erleben ins Limbische System verlagert. Die Hirnströme wechseln tendenziell vom Beta-Zustand (der wache, rationale Tageszustand) in die Alpha-Wellen (Entspannungzustand, Zustand kurz vor dem Einschlafen). Oftmals wird ein Gefühl von Ruhe, Gelassenheit und Wohlbefinden erlebt.

Wie fühlt es sich an in Hypnose zu sein?

Obwohl der Zustand der Hypnose als veränderter Bewusstseinszustand bezeichnet werden kann, handelt es sich hierbei um nichts "Aussergewöhnliches". Wir alle erleben kurze Phasen der Selbsthypnose, wenn wir mit den Gedanken mal abschweifen und Tagträumen, wenn jemand eine spannende Geschichte erzählt, während dem Hören von berührender Musik oder beim Anschauen eines spannenden Films; oder spätestens kurz vor dem Einschlafen.

 

In der Hypnose werden Sie in den meisten Fällen zu keinem Zeitpunkt schlafen, aber Sie werden sich danach dennoch entspannter fühlen als zuvor. Ein Gefühl von Wohlbefinden, Leichtigkeit und des inneren Friedens gehen mit der Entspannungsphase einher. Die Wahrnehmung kann je nach Hypnosetiefe variieren.

Gibt es so etwas wie wirklich tiefe Hypnose? Welche Stufen kann man erreichen?

Gemäss heutigen Erkenntnissen gibt es eine Reihe von diversen Hypnose-Zustanden, welche sich von den Effekten wie auch von der Wahrnehmung unterscheiden. Die Bewegung von einer Hypnose-Ebene in die nächste ist fliessend und wird oftmals nicht vollständig bewusst wahrgenommen.

 

Stufe 1 - Hypnoid / Mittlere Trance - Leichte bis mittlere Entspannung und Trance. Viele Entspannungshypnosen arbeiten nur auf diesem Bereich. Grössere Veränderungsarbeiten wirken hier nicht effektiv genug.

 

Stufe 2 - Somnambulismus (leicht oder tief) - Unser therapeutisches Arbeitsniveau. Nur ab diesem Zustand lassen sich geistige Programme und Veränderungen nachhaltig erzielen. Ebenfalls setzt bereits leichte bis mittlere Analgesie (Ausschalten von Schmerzwahrnehmung) in diesem Zustand ein. Eingriffe bei Zahnarzt können im Somnambulismus daher oft ohne Betäubung getätigt werden.

 

Stufe 3 - Esdaile Zustand (Hypnotisches Koma) - Eine besonders tiefe Form der Hypnose. Die körperliche oder seelische Schmerzwahrnehmung ist oft komplett ausgeschaltet. In diesem Zustand werden Operationen ohne Narkose möglich. Ebenfalls kann bei Themen wie Burn-Out oder Depression tiefe Erholung und innerer Frieden im Esdaile-Zustand erlebt werden.

 

Stufe 4 - Sichort Zustand / Ultra-Depth - Die zurzeit tiefste bekannte Hypnose-Ebene. Die Heilfähigkeit des Körpers ist bis zu 6 mal beschleunigt. Dieser Zustand (oder wie man ihn erreicht) ist für viele weitgehend unbekannt. Die Methode, um diesen Zustand zu erreichen, ist Patentiert unter dem Namen "Ultra-Depth-Hypnosis".

 

Spezielle Zustände:

Ultra-Height - Ein spezieller Trance-Zustand, der nur aus einem tiefen Somnambulismus (oder Esdaile) erreicht werden kann. In diesem Zustand sind arbeiten mit dem Überbewusstsein zur Informationsbeschaffung und zum erlangen von tiefen innerem Verständnis möglich. Ebenfalls hervorragend für den Stressabbau und zur Regeneration nutzbar.

 

Schlafe ich in der Hypnose? Weiss ich noch was gesagt worden ist?

Früher wurde die Hypnose als eine Art von künstlichem Schlaf angesehen. Der Name Hypnose leitet sich ursprünglich vom griechischen Gott des Schlafes Hypnos ab. Später erkannte man, dass dieser Zustand nichts mit Schlafen zu tun hatte. Der Name jedoch wurde nicht mehr geändert, da er sich bereit schon durchgesetzt hatte. Dies führt auch heute noch immer wieder zu Missverständnissen. Selbst wissenschaftliche EEG-Messungen (Hirnstrommessungen) haben erwiesen, dass die Hirnströme in der Hypnose einer wachen Person ähneln.

 

In der Hypnose werden Sie also in den meisten Fällen zu keinem Zeitpunkt schlafen und somit alles mitbekommen, was gesagt wird. Sollte dennoch die Entspannung sich so weit vertiefen, dass Sie in den Schlaf fallen, dies kann nach einem anstrengenden Tag der Fall sein, wachen Sie wenige Minuten später wieder auf.

Verliere ich in der Hypnose die Kontrolle?

Nein. Eigentlich ist eher das Gegenteilige der Fall. Sie werden eine Phase erhöhter "Kontrolle" erfahren, weil es Ihnen besser gelingt alltägliche Sachen loszulassen. Es ist ein Gefühl von Kraft, Einsicht und Ruhe, aus der inneren Mitte zu schöpfen, um danach wieder mit mehr Energie in den Alltag zurückkehren zu können. Ähnlich einer Meditation. Sie werden also die ganze Zeit über die vollkommene Kontrolle über das haben, was passiert.

 

Sie können auch jederzeit die Hypnose selbst beenden und die Sitzung abbrechen, falls etwas getan werden sollte, was Ihnen widerspricht. Sollte Ihnen während der Hypnose etwas suggeriert werden, das gegen Ihr ethisches, moralisches oder religiöses Werteverständnis verstösst, würden Sie unverzüglich aus der Trance heraus zurück zum vollen Wachbewusstsein zurückkehren. Suggestionen, die gegen Ihren Willen verstossen, werden nicht aufgenommen.

Was geschieht bei einer Show-Hypnose? Man erlebt dort wie Leute scheinbar die Kontrolle verlieren.

Ein guter Showhypnotiseur lebt von freiwilligen Teilnehmern. Im Rahmen der Sendung oder der Vorführung werden über Suggestibilitätstests Freiwillige sorgfältig vom Hypnotiseur ausgewählt. Die Menschen, die schlussendlich auf der Bühne stehen, haben den Wunsch sich zu präsentieren, denn selbst in einer Showhypnose geschieht nichts ohne die eigene Einwilligung. Ein guter Showhypnotiseur oder Magier spielt mit der vermeintlichen Mystik hinter der Hypnose, sowie mit der eigenen Prestige-Wirkung um eine spektakuläre Show zu präsentieren. Showhypnose ist mit der klinischen Hypnose nicht zu vergleichen, weder von den angewandten Techniken, noch von den Zielvorstellungen.

Kann Hypnose gefährlich sein? Kann ich in Hypnose stecken bleiben?

Nein. Hypnose, die von einem gut ausgebildeten, seriösen Therapeuten durchgeführt wird, ist vollkommen ungefährlich. Nach einer Hypnosesitzung sind Sie wieder bei vollem Bewusstsein und können dem normalen Tageswerk nachgehen. Das man in Hypnose stecken bleiben kann ist ein Ammenmärchen und entspricht nicht der Wahrheit. Die meisten Menschen verspüren nach einer Hypnose einen angenehmen Energieschub und eine innere Ruhe.

 

Folgende Themen sind kontraindiziert und werden bei Mentalwings normalerweise nicht therapiert: Schwere Depressionen mit Suizidversuch / Suizidgedanken, Psychosen, Epilepsie, Borderline-Syndrom. Da sich einige dieser Punkte in einer Grau-Zone bewegen, können solche Therapien nur in absolut engster Rücksprache mit einem Fachmann (Arzt oder Psychologen) in Erwägung gezogen werden.

Gebe ich in der Hypnose private Geheimnisse preis, die ich gar nicht sagen möchte?

Nein! Unter Hypnose sagt niemand Dinge, die er nicht preisgeben möchte und niemand tut Dinge, die seinen moralischen Grundsätzen entgegenstehen. In der Hypnose entscheiden immer noch Sie alleine, was Sie preisgeben, oder für sich behalten möchten. Niemand, ausser Ihnen kann Ihren Willen kontrollieren!

Wie kann ich mich versichern, dass die Hypnose seriös ausgeführt wird?

In der Schweiz ist der Titel “dipl. Hypnosetherapeut” noch nicht gesetzlich geschützt. Jeder kann sich theoretisch so nennen. Fragen Sie den Therapeuten bei Unsicherheit daher direkt nach seinem Werdegang und nach seiner Erfahrung. Eine zusätzliche medizinische oder psychologische Grundlagenausbildung, die Mitgliedschaft in einem Verband oder eine Krankenkassenankernennung kann darüber Auskunft geben, dass der Therapeut eine fundierte Ausbildung besucht hat.

 

Eine Hypnosesitzung kann dann als seriös angesehen werden, wenn Suggestionen und Inhalte mit dem Kunden vorher genau abgesprochen  und die gewünschte Wortwahl des Klienten übernommen wird. Ein unverbindliches Gespräch ist daher sehr wichtig. Schlussendlich kommt es auch auf ihr persönliches Gefühl drauf an, welches ausschlaggebend für den Aufbau des Rapports für die weitere Therapie ist.

Ich habe das Gefühl nicht hypnotisierbar zu sein. Ich habe Angst loszulassen oder glaube nicht daran.

Kein Mensch lässt sich gegen seinen Willen hypnotisieren. Man muss jedoch auch nicht zwingend daran glauben, damit Hypnose funktionieren kann. Alles, was notwendig ist, ist der Wunsch oder die Bereitschaft zur Veränderung der Thematik oder des Lebensthemas.

 

Tatsächlich gibt es Menschen, welche besser loslassen können und andere wiederum weniger gut. Interessanterweise habe ich oft beobachtet, dass Menschen, die sich überhaupt nicht zutrauen loslassen zu können oder stark angespannt sind, am besten Entspannen können.

Was ist der Unterschied zwischen suggestiver Hypnose, analytischer Hypnose und Autogenem Training?

Suggestive Hypnose - arbeitet vor allem auf der Verhaltensebene und dient dem Einüben neuer Muster oder dem Wiedererlangen von ungenutzten Ressourcen. Mit Rücksprache des Klienten werden positive Affirmationen, Bilder und Metaphern erarbeitet, welche dann in der Entspannungsphase wiederholt auditiv einfliessen.

 

Analytische Hypnose - arbeitet vor allem "aufdeckend". Die analytische Therapie geht davon aus, dass hinter jeder Blockade oder Verhaltensmuster ein, oder mehrere Ursprünge liegen. Mit dieser Therapieform ist es möglich, alte und vielleicht auch unbewusste innere Blockaden zu lösen.

 

Autogenes Training - Eine Art von Selbsthypnose. Ziel des AT ist es, sich selber, und ohne Einfluss von aussen, in einen Entspannungszustand zu bringen. Das Erlernen von tiefer Entspannung ist mit Selbsthypnose oder AT anspruchsvoller als über eine Hypnose von aussen.

 

Die Erfahrung hat gezeigt, dass eine Kombinationstherapie in den meisten Fällen für die besten Ergebnisse sorgt: Mit der suggestiven Hypnose erlernen Sie neue Verhaltenstechniken, während Sie in der analytischen Hypnose Blockaden lösen, welche den eigenen Zielen im Wege gestanden sind. Mit dem Erlernen von AT bleiben Sie auch in anspruchsvollen Situationen ruhiger und entspannter.

 

Wie viele Sitzungen sind nötig und wie lange dauert eine Sitzung?

Jeder Mensch ist individuell und der Therapieablauf wird dementsprechend angepasst. Der Durchschnitt an Therapiesitzungen pro Thema liegt zwischen 3 bis 10 Sitzungen. Gemessen an monatelangen Gesprächstherapien ist die Anzahl an Sitzungen relativ gering. Wichtig ist hier jedoch, dass diese Angabe nur als ungefährer Wert angesehen wird. Sehr gutes Ansprechen auf die Hypnose verkürzt die Anzahl an Sitzungen stark, während langanhaltende, tiefliegende Probleme die Therapiedauer verlängern können. Im Vorgespräch wird mit dem Klienten immer individuell ein Therapieplan erstellt, der ebenfalls als grobe Richtlinie dienen soll. Nach drei Sitzungen findet immer eine Standortbestimmung statt.

 

Hypnose und generell alle alternativen Therapien, können keine Garantie auf Therapiedauer und Erfolg abgeben.

Ab welchem Alter macht eine Hypnosetherapie Sinn?

Hypnosetherapie und Mentaltraining ist praktisch ab jedem Alter einsetzbar. Kinder sprechen besonders gut auf Hypnose und Metaphern an, da Vorstellungskraft und das "magische Denken" noch stark ausgeprägt sind. Oft reichen bei Kindern auch nur wenige Sitzungen, um ein Problem zu lösen. Die Suggestibilität ist von ca. 6 bis 18 Jahren am Besten und nimmt im höheren Alter, ab 60, langsam wieder ab.

Ich merke wie in der Hypnose Gefühle aufkommen, schäme mich aber, diesen freien lauf zu lassen.

In einer analytischen Sitzung dürfen alle Gefühle ihren Platz finden. Es ist ein bekanntes Phänomen, dass während einer Analyse Gefühle aufkommen können, welche wir als unangenehm empfinden. Dies kann eine Form von Wut, Machtlosigkeit oder tiefer Trauer sein. Die Therapie bietet für genau die Gefühle eine Plattform, bei denen wir gerne weggesehen haben. In der Therapie wird weder verurteilt noch bewertet und man braucht sich nicht der eigenen Gefühle zu schämen. Unser gemeinsames Ziel ist es, durch das erneute Erleben, Anspannungen und Blockaden aus dem emotionalen System zu entladen und den Weg für Selbstakzeptanz und Versöhnungsprozesse frei zu machen.

Können nur Menschen mit einem schwachen Willen hypnotisiert werden?

Es ist eher das Gegenteilige der Fall: Jeder Mensch kann hypnotisiert werden, wenn er es möchte. Menschen mit einem starken Willen verfügen meistens über eine bessere Vorstellungskraft, so dass sie leichter in Hypnose gehen können als andere. Menschen, die trotz der Bereitschaft zur Hypnose nicht in die Trance hineinkommen, haben oft eine falsche Vorstellung von dem, was sie erwartet oder sind "schwach" durch mangelnde Fähigkeit zur Entspannung und Anpassung an eine neue Situation.

 

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